CALMMANDER


Denken



Egal, ob du denkst, dass du etwas schaffen kannst oder nicht, du wirst wahrscheinlich recht haben. 

Du kannst deine Gedanken für dich arbeiten lassen oder gegen dich. 

Lerne mehr über dein Denken. Denke richtig.

 

Zwei Arten von Gedanken:

Es gibt zwei Arten von Gedanken:

  1. Konstruktive Gedanken und
  2. Destruktive Gedanken

Beachte und merke:

  • Konstruktive Gedanken unterstützen dich.
  • Destruktive Gedanken behindern dich.

 

Das Gute daran: Du hast die Wahl, welche Gedanken du denkst. Es liegt ganz bei dir. Es ist deine Entscheidung.

Das Ganze spielt sich nur im Kopf ab, an einer ganz bestimmten Abzweigung:

 

Abzweigung im Kopf

Verschiedene Bezugspunkte:

Wodurch unterscheidet sich nun konstruktives von destruktivem Denken? 

Es sind die Bezugspunkte, jene Punkte, auf die wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Ein einfaches Beispiel: 

Wenn du ein Problem hast, kannst du deine Aufmerksamkeit auf zwei Bezugspunkte lenken:

  1. Das Problem (destruktiv)
  2. Die Lösung (konstruktiv)

Das funktioniert bei vielen anderen Dingen genau so. Und genau hier liegt der Unterschied zwischen konstruktivem und destruktivem Denken.

 

Vergleich: Denken

Vergleich Denken

Vielleicht ist es dir aufgefallen:

Wenn du die Liste der destruktiven Bezugspunkte liest (= an sie denkst), fühlst du dich weniger gut, als beim Lesen der konstruktiven Bezugspunkte. 

Eigentlich ist das ganz logisch. Wenn wir an etwas Schönes denken, fühlen wir uns gut, wenn wir an etwas Unangenehmes denken, fühlen wir uns weniger gut.

Versuche das jetzt gleich noch einmal: Lese dir dazu die nächsten beiden Abschnitte durch.

 

Im Bus

Du stehst in einem voll besetzten Bus, der durch die Innenstadt fährt. Starker Beschleunigung folgt starke Bremsung. Vor dir siehst du die Gesichter der Fahrgäste, beschlagene Fensterscheiben und dahinter die graue Stadt. Der Himmel ist bewölkt, es nieselt leicht.

Du hörst den Motor des Busses und den dichten Stadtverkehr. Ab und zu hustet jemand hinter dir. 

Die Luft riecht muffig, eine Mischung aus Abgasen und ausgeatmeter Luft.

Auf deiner Haut spürst du dicht gestaute Luft unter deiner warmen Bekleidung. Du beginnst zu schwitzen.

 

Am Strand

Du liegst in einem Liegestuhl an einem leeren Sandstrand.

Vor dir siehst du deine bloßen Füße im Sand, das türkisblaue Meer und weit entfernt den Horizont. Am sonnigen Himmel ziehen vereinzelt ein paar weiße Wolken vorbei.

Du hörst die rauschende Brandung des Meeres, die rhythmisch den Strand erreicht. Ab und zu erklingt das Singen einer Möwe.

Die Luft riecht frisch und salzig.

Auf deiner Haut spürst du eine leichte kühle Brise.

 

Natürlich fühlen wir uns bei dem Gedanken an den leeren Strand besser als bei der Vorstellung des vollen Busses. Genau so ist das bei unserem Beispiel von vorhin:

Das ständige Denken an ein Problem regt uns auf, wir fühlen uns gestresst. Dagegen beruhigt uns die gedankliche Beschäftigung mit einer Lösung für das Problem. Wir wenden uns dem Positiven zu und fühlen uns dadurch zuversichtlich und gestärkt.

Wir halten daher fest:

  • Destruktive Gedanken regen uns auf, sie machen uns Stress
  • Konstruktive Gedanken wirken beruhigend und entlastend auf uns.

 

Vergleich: Fühlen

Vergleich Fühlen

Wie verhältst du dich, wenn du aufgeregt bist, gestresst, innerlich hektisch und unter Druck?

Du wirst vermutlich nicht voll konzentriert sein. Tendenziell wirst du gereizt reagieren, manchmal aufbrausend und überschießend. Wahrscheinlich hast du dich nicht immer voll im Griff, bist ein wenig uncool und tust Dinge, die nicht angemessen sind.

Wie verhältst du dich, wenn du ruhig bist, entspannt, ausgeglichen und unbeschwert?

Du kannst dich vermutlich sehr gut konzentrieren. Tendenziell wirst du sachlich reagieren, adäquat und angemessen. Wahrscheinlich hast du dich recht gut im Griff, bist ziemlich souverän.

Es ist nämlich so: Unser Fühlen beeinflusst unser Tun.

 

Vergleich: Tun

Vergleich Tun

Resümee:

Zusammenfassend halten wir fest:

Unser Denken beeinflusst unser Fühlen und unser Tun.

Und das funktioniert so:

  1. Wir denken etwas.
  2. Diese Gedanken beeinflussen unser Gefühl.
  3. Dieses Gefühl beeinflusst unser Tun (Verhalten).

Wir wollen uns das noch einmal im Überblick ansehen: Toni, der Kletterer hilft uns dabei.

 

Toni, der Kletterer:

 

Situation 1 (DESTRUKTIV)

Toni, ein gut ausgebildeter und trainierter Kletterer kommt während einer Tour an eine kritische Stelle. Die Stelle ist wirklich schwierig.

Sein GedankeDas wird sich nicht ausgehen. Zu schwierig. Mist!

Dadurch fühlt er sich entmutigt und unsicher.

Er kann sein volles Potenzial nicht abrufen und verfehlt den Griff (handelt nicht zielgerichtet).

Toni handelt nicht zielgerichtet und scheitert an der Stelle.

 

Situation 2 (KONSTRUKTIV):

Toni, ein gut ausgebildeter und trainierter Kletterer kommt während einer Tour an eine kritische Stelle. Die Stelle ist wirklich schwierig.

Sein GedankeIch kann das schaffen. Ich konzentriere mich jetzt nur auf diesen einen Griff.

Dadurch fühlt er sich zuversichtlich und sicher.

Er ruft sein ganzes innerliches Können ab und erreicht den Griff (handelt zielgerichtet).

Toni handelt zielgerichtet und meistert die Stelle.

 

Denken-Fühlen-Tun: Das Prinzip

Denken Fühlen Tun Prinzip

 

Das Denken trainieren:

Nach all dem, gehen wir davon aus, dass du es bevorzugst, konstruktive Gedanken zu denken. Aber wie funktioniert das nun praktisch? Wie können wir es schaffen, diese eine Abzweigung ganz bewusst in die richtige Richtung zu nehmen? 

Im Prinzip ganz einfach. Du solltest immer wieder konstruktive Gedanken denken, sie regelmäßig wiederholen. So trainierst du dein Denken, so lernst du konstruktives Denken.

Es ist nämlich so: Durch wiederholtes Denken entwickelt unser Gehirn Gedankenbahnen. Diese Bahnen werden mit jedem Mal denken ein wenig ausgeprägter. Irgendwann entsteht eine starke Verbindung, ein "Gedanken-Highway". Ganz automatisch folgen unsere Gedanken dieser Bahn.

 

Gedankenbahnen

 

Aufmerksamkeit lenken


Lenke deine Aufmerksamkeit und deine Gedanken in die richtige Richtung.

Denke konstruktiv. Suche dir konstruktive Bezugspunkte.

Tue das, sooft es geht.

Gewöhne es dir an. Trainiere es.

Der Nutzen ist enorm.

Konstruktives Denken kann dein Leben verändern.

 

Konstruktive Bezugspunkte:

Konstruktive Bezugspunkte

 

Klar denken

In manchen Situationen, insb. wenn wir sehr aufgeregt oder gestresst sind, fällt es uns schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Stress blockiert unser Denken und schafft somit schlechte Voraussetzungen für logische Schlüsse, sinnvolle Ableitungen und gute Entscheidungen. Grund für die Blockade: Das Stresshormon Noradrenalin, das in einer bedrohlichen Situation (Stress suggeriert eine solche) blitzschnell ausgeschüttet wird und keine rationale Entscheidung mehr ermöglicht: Es geht nur mehr um rennen oder erstarren. Beides oft nicht sinnvoll, abgesehen von wirklich lebensbedrohlichen Umständen.

Immer dann, genau in diesem Moment, ist es wichtig, uns zunächst einmal zu beruhigen. Bevor wir irgendetwas anderes tun, wollen wir uns beruhigen.

Atme ein paar mal tief durch und zähle dabei von 5 bis 0. 

Erst dann solltest du mit dem Denken beginnen:

  • Worum geht es hier? Wie ist die Situation?
  • Was ist jetzt zu tun?

Stress blockiert unser Denken und schafft somit schlechte Voraussetzungen für logische Schlüsse, sinnvolle Ableitungen und gute Entscheidungen. Grund für die Blockade: Das Stresshormon Noradrenalin, das in einer bedrohlichen Situation (Stress suggeriert eine solche) blitzschnell ausgeschüttet wird und keine rationale Entscheidung mehr ermöglicht: Es geht nur mehr um rennen oder erstarren. Beides oft nicht sinnvoll, abgesehen von wirklich lebensbedrohlichen Umständen.

 

Gedanken festhalten

Zu Beginn ist es nicht so leicht seine Gedanken festzuhalten. Die einfachste Methode seine Gedanken festzuhalten, ist es sie aufzuschreiben. Das kannst du ganz leicht machen:

Nimm einfach einen Zettel, mache darauf eine kleine Skizze und schreibe deine Gedanken auf:

  • Sortiere deine Gedanken in destruktiv und konstruktiv.
  • Bemühe dich ein paar konstruktive Gedanken zu finden, die dir weiterhelfen.
  • Konzentriere dich auf konstruktive Bezugspunkte, gib` deinen Gedanken Richtung.

 

Gedanken bewusst machen

Wenn wir uns von unseren Gedanken nicht fernsteuern lassen wollen, dann müssen wir sie uns immer wieder bewusst machen; gerade in schwierigen Momenten:

Versuche geistig ein paar Schritte zurückzutreten. Gewinne ein wenig Abstand und werde zum Beobachter der Situation:

  • Okay. Was ist hier gerade los? 
  • Wie ist die Situation? Worum geht es hier?
  • Wie denke ich darüber?
  • Rege ich mich gerade auf? Steigere ich mich hier in etwas hinein?
  • Welche Gedanken behindern mich jetzt, welche helfen mir weiter? Sortiere Sie aus: links die destruktiven, rechts die konstruktiven.

Gehe immer wieder bewusst zu der bekannten Abzweigung und entscheide dich für ein konstruktives Denken.

 

Denkfehler vermeiden:

Wir wollen uns jetzt mit ein paar klassischen Denkfehlern beschäftigen. Ausgangspunkt ist jeweils eine bestimmte Situation, die geeignet ist uns zu stressen. Entscheidend ist das, was dann passiert:

Wie entscheidest du dich an der bekannten Abzweigung? Gehst du links oder rechts?


Wenn wir links gehen, machen wir einen klassischen Denkfehler; wir biegen an der Abzweigung falsch ab.

Wenn wir rechts gehen, folgen wir einem konstruktiven Gedankengang. Du brauchst ihm nur zu folgen und kannst lernen, besser mit der Situation umzugehen. Also: Zweige einfach rechts ab.

 

"Katastrophen" beherrschen

Es gibt Situationen, in denen wir denken, etwas wäre eine riesige Katastrophe (Denkfehler). In aller Regel liegen wir dabei aber zum Glück falsch. Die Situation ist wohl unangenehm, aber durchaus beherrschbar. Wir übertreiben und vergrößern die Sache durch unser eigenes Zutun. Wir machen aus einer Mücke einen Elefanten (und der bedroht uns dann). Unsere ungerechtfertigte Aufregung verleitet uns dann zu unbesonnenen und überschießenden Handlungen.

Die konstruktive Alternative ist die nüchterne Betrachtung: Zunächst einmal beruhigen und klar denken. Wie ist das wirklich? So schlimm? Einfach einmal einen Blick auf die Fakten werfen. Wie könnte man das lösen? Je beherrschbarer die Sache, desto mäßiger die Emotion. Mit der entsprechenden Ruhe, handeln wir dann auch kontrolliert und angemessen.

 

Katastrophenbeherrschen

 

Was wäre, wenn nichts ist?

Hier geht es um eine Situation, die passieren könnte ... vielleicht, unter ganz bestimmten Umständen, die aber keineswegs wahrscheinlich sind. Dennoch redest du dir ein, dass der Eintritt dieser Situation höchst wahrscheinlich ist (Denkfehler). Du sorgst dich dadurch in nicht gerechtfertigter Weise und steigerst dich in höchste Verunsicherung und Verängstigung hinein

Ja, es gibt im Leben viele unangenehme oder beängstigende Dinge: Verspätungen, geplatzte Termine, Unfälle, Kriminalität, Terror, ansteckende Krankheiten u.s.w.

Wir müssen uns aber nicht einreden, dass all diese Dinge mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eintreten. Es ist nämlich so: die meisten Dinge, über die wir uns Sorgen machen (können), treten tatsächlich nicht ein. 

 

Waswärewennnichtsist

 

Generalisieren entzerren

Es gibt Situationen, in denen wir ungerechtfertigt stark generalisieren (Denkfehler). Typische Gedanken sind z.B.:

  • Alle Radfahrer sind rücksichtslos!
  • Alle Politiker sind korrupt!
  • Ich muss immer alles selbst machen!
  • Du hörst mir nie zu!

Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild von dem, was tatsächlich passiert; ein Bild, das nicht den Tatsachen entspricht und übermäßigen Stress erzeugt.

Wenn wir in den Begriffen alles oder nichts, gut oder böse, richtig oder falsch denken, sorgen wir in aller Regel für übermäßigen Ärger. Richtigerweise gibt es auch ein Dazwischen.

 

Generalisierungenentzerren

 

Voreilige Schlüsse vermeiden

Es gibt Situationen, in denen wir glauben, dass etwas wahr ist, was tatsächlich nicht zutreffen muss. Wir ziehen einen voreiligen Schluss (Denkfehler). Z.B.:

  • Du wirst auf die Party eines Freundes nicht eingeladen und glaubst, er will nichts mehr mit dir zu tun haben.
  • Du lernst jemanden kennen und beurteilst ihn/sie nur anhand seiner Kleidung.
  • Jemand erzählt dir, dass XY ein Trottel ist und du übernimmst diese Meinung ungeprüft.
  • Du fühlst ein Ziehen in der Schulter und glaubst, du hast ein Herzproblem.
  • Du hörst irgendetwas und beziehst es sofort auf dich.

Die Folge: Jede Menge Stress und viel Potenzial für soziale Fehleinschätzungen.

Tatsache ist jedoch, dass wir hier nur Mutmaßungen anstellen und zu wenig Information für einen eindeutigen Schluss haben. Es fehlen die Beweise.

 

VoreiligeSchlüssevermeiden

 

(Un) Realistische Erwartungen

Es gibt Situationen, in denen wir z.T. völlig unrealistische Erwartungen haben, die natürlich nicht erfüllt werden (Denkfehler). Die Folge: Enttäuschung und Ärger. Der Stress ist quasi vorprogrammiert. Dazu ein paar Beispiele:

  • Man muss dringend zum Arzt (man hat keinen Termin; der Arzt ist nicht der beste persönliche Freund). Erwartung: "Ich komme sicher sofort an die Reihe und muss meine heutigen Termine sicher nicht verschieben; keinen einzigen."
  • Kurz vor einer wichtigen Präsentation erwartet man:  "Der Drucker funktioniert ganz sicher. Von wegen Papierstau."
  • "Meine Kinder (5 und 3 Jahre alt) halten sich immer an ihre Zusagen."
  • "Kollegen sind immer freundlich, fair und rücksichtsvoll."
  • "Sicher werden alle meinen Vorschlag unterstützen."
  • "Die Handwerker sind sicher pünktlich."
  • "Mein Job ist immer lustig, abwechslungsreich, spannend und stets eine Quelle der Freude."
  • "Das Urlaubshotel ist sicher genau so, wie im Prospekt; sicher findet kein Umbau statt (auch nicht im Nachbarhotel)."

Hallo? Glaubst du das wirklich? Was sagt dir deine Lebenserfahrung, dein Hausverstand, deine kritische innere Stimme?

 

Unrealistische Erwartungen

 

(Nicht) Aushalten

In dieser Situation passiert etwas, das dir nicht gefällt. Du redest dir ein, dass du diese Sache / Person nicht aushalten kannst, sie vielleicht hasst (Denkfehler). Deine innere Aufregung steigt dramatisch, du stehst kurz vor dem Ausrasten.

Auch hier übertreiben wir und vergrößern das, was uns stört durch unser eigenes Zutun. Und je größer die Sache wird, desto schwieriger wird es, mit ihr fertig zu werden. Ein klassisches Eigentor. Die destruktiven Gedanken verringern unseren Handlungsspielraum.

Die konstruktive Alternative ist zunächst einmal die Beruhigung und die Akzeptanz dessen, was ist. Du kannst dir ruhig sagen, dass dir das nicht gefällt, du solltest dir aber auch sagen, dass du damit umgehen kannst. 



Nicht aushalten

 

CALMMANDER enthält zu diesem wichtigen Thema eine sog. Map. Eine Map ist ein interaktives Bild, das den gesamten Inhalt der Coaching-Einheit strukturiert darstellt. Mit Hilfe der Map kann das Thema ganz einfach wiederholt werden bzw. können bestimmte Inhalte ganz gezielt aufgerufen werden. Die Map ermöglicht es dir, das Thema ganz rasch zu verinnerlichen.

Unsere Gedanken haben eine enorme Wirkung auf unsere Gefühle und unser Verhalten. Mache dir deine Gedanken bewusst und entscheide dich für konstruktives Denken. Es bringt so viel mehr!

 

MAY THE CALMMANDER BE WITH YOU

 

Say something here...
You are a guest ( Sign Up ? )
or post as a guest
Loading comment... The comment will be refreshed after 00:00.

Be the first to comment.

Bist du bereit?
Jetzt mehr Ruhe, Produktivität und Lebensfreude gewinnen!
Jetzt Loslegen

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.