CALMMANDER


Fühlen



Jeder möchte sich gut fühlen. Niemand möchte sich schlecht fühlen. Eh klar.

Gefühle sind keine höhere Gewalt, wir können unsere Gefühle managen:

  • Angenehme Gefühle fördern.
  • Unangenehme Gefühle in konstruktiver Art und Weise verarbeiten.

 

Erfahre mehr über deine Gefühle. Lerne, wie du besser mit unangenehmen Gefühlen umgehen kannst.

 

Hinweis: Zuerst DENKEN

Wenn du hier angekommen bist und den Blog-Beitrag DENKEN noch nicht gelesen hast, dann tue das bitte jetzt (bevor du hier weiter liest). Es ist wichtig zu verstehen, welchen Einfluss unser Denken auf unser Fühlen hat.

Wenn du das erkannt hast, fällt es dir viel leichter konstruktiv mit deinen Gefühlen umzugehen.

Falls du den Blog-Beitrag DENKEN bereits gelesen hast, wirst du vielleicht schon ein Bild im Kopf haben, das ungefähr so aussieht:

Denken Fühlen Tun Prinzip

Über angenehme Gefühle

Nach diesem Prinzip können wir angenehme Gefühle fördern, indem wir an etwas Angenehmes denken. Erinnere dich an den Abschnitt Am Strand: In diesem Abschnitt wurde mit keinem Wort ein Gefühl beschrieben. Nur deine Gedanken haben ein angenehmes Gefühl in dir erzeugt. 

Es gibt mehrere angenehme Gefühle. Wir wollen uns hier auf das Wesentliche konzentrieren.

Aus unserer Sicht ist das wichtigste angenehme Gefühl die Freude, und die wollen wir fördern.

 

Freude

Um Freude zu empfinden, muss man gar nicht viel tun:

  • Man muss nur ein paar erfreuliche Bezugspunkte ansteuern und sich freuen.
  • Hilfreich ist es auch, wenn man mit offenen Augen durch das Leben geht und Ausschau hält, nach erfreulichen Dingen.
  • Ebenso hilft es, wenn wir die Dinge, die uns Freude machen, stärker in unser Leben integrieren; ganz bewusst. 

Ja, und dann ist es naturgemäß von Vorteil, wenn wir in der Lage sind, Erfreuliches zu genießen und Dinge, die erfreulich sind wertzuschätzen. Mehr dazu, weiter unten.

 

Erfreuliche Bezugspunkte

Wir wollen dir schon systemseitig* ein paar Bezugspunkte anbieten, die das Potenzial haben, dich zu erfreuen. Steuere sie einfach an:

  • Meine FREUT MICH-LISTE
  • Meine ERFOLGE
  • Meine positiven AKTIVITÄTEN
  • Meine INVENTUR: Mehr Raum

 

* CALMMANDER enthält kurze Coaching-Einheiten zur Erstellung dieser Listen. Du hast diese Listen dann immer schön strukturiert bei dir und kannst sie jederzeit einsehen bzw. bearbeiten. Die Hauptfragen zur Erstellung dieser Listen sind folgende:

  • Was finde ich gut? Worüber freue ich mich?
  • Was sind meine wichtigsten Erfolge?Worauf bin ich stolz?
  • Was tue ich gerne? Welche Aktivität bereitet mir Freude?
  • Wem oder welcher Sache möchte ich in meinem Leben mehr Raum geben?

 

Genießen

Eine Fähigkeit, die es uns erleichtert, Freude zu empfinden, ist das Genießen:

  • Zunächst geht es darum, Erfreuliches (auch nur den kurzen erfreulichen Moment) als solches zu erkennen.
  • In weiterer Folge wollen wir diesen Moment aber auch ganz bewusst erleben, ihn spüren, ihn feiern. Wir wollen unsere Freude tief in unserem Inneren aufnehmen, ihr Raum geben.

 

Wertschätzung

Eine weitere Fähigkeit, die es uns erleichtert, Freude zu empfinden, ist die Wertschätzung. Es passiert etwas, das gut ist. Wir können auf zwei Arten darauf reagieren:

  1. Wir nehmen das, was passiert für selbstverständlich: Schade, wir werden uns nicht wirklich darüber freuen. Die Sache ist nichts Besonderes. Unsere Reaktion kann von anderen als Undankbarkeit interpretiert werden.
  2. Wir schätzen den Wert dieser Sache:  Wir erkennen, dass es sich hier um keine Selbstverständlichkeit handelt, dass das nicht zwingend so sein muss. Wir empfinden Dankbarkeit und bringen diese auch zum Ausdruck. 

Wertschätzung setzt kein Einmal-Ereignis voraus; auch nichts Außergewöhnliches. Wir können Wertschätzung auch für die kleinen Dinge des Lebens empfinden, für die normalen Dinge, einfach nur dafür, dass die Dinge so sind, wie sie sind.

 

Über unangenehme Gefühle

Nach dem Prinzip Denken - Fühlen, können wir aber auch unsere unangenehmen Gefühle besser managen. Dabei geht es nicht darum, unangenehme Gefühle vollständig aus unserem Leben zu verbannen. Unangenehme Gefühle sind mitunter völlig gerechtfertigt und machen in bestimmten Situationen auch Sinn.

Vielmehr geht es darum, die Kontrolle zu behalten, im emotionalen Gleichgewicht zu bleiben und nicht wegen kleiner Anlässe die innere Balance zu verlieren.

Unangenehme Gefühle empfindet jeder immer wieder; wir wollen vermeiden, dass sie uns übermannen und uns Dinge tun lassen, die wir später bereuen. Wir wollen unangenehme Gefühle nutzen und sie in konstruktive Bahnen lenken.

 

Das Schlechte daran

Unangenehme Gefühle können viele, z.T. schwerwiegende negative Wirkungen haben. So z.B.:

  • rauben sie Energie und Lebensfreude
  • versauen die Stimmung
  • sind ungesund
  • nachweislich lebensverkürzend
  • sie können Beziehungen massiv belasten
  • können depressiv machen
  • können uns dazu veranlassen, Blödsinn zu machen
  • sind sie grundsätzlich stressig

 

Das Gute daran

Unangenehme Gefühle können aber auch positive Seiten haben. Vor allem dann,

  • wenn wir durch sie innerlich gefestigt sind, um Dinge durchzusetzen
  • wenn wir durch sie einen Punkt erreicht haben, an dem wir ausreichend motiviert sind, die Dinge in die Hand zu nehmen
  • wenn sie uns zu einer, seit längerer Zeit fälligen, größeren Veränderung veranlassen, frei nach dem Motto: enough is enough.

 

Der richtige Umgang mit unangenehmen Gefühlen

Wir gehen richtig mit unangenehmen Gefühlen um, wenn wir uns ihrer bewusst sind, sie akzeptieren und kontrolliert herauslassen.

Das sieht so aus:

  • Wir erkennen das Gefühl in uns, ohne uns mit dem Gefühl zu identifizieren („das ist ärgerlich“ versus „ich bin so verärgert“)
  • Das Gefühl motiviert uns, eine Sache in die Hand zu nehmen / ein Problem zu lösen.
  • Wir lenken das Gefühl in konstruktive Bahnen:
    • Wir überlegen uns, wie wir mit dieser Situation konstruktiv umgehen können
    • Wir tun etwas Ausgewogenes
    • Unsere Reaktion ist angemessenen und sachlich
    • Die Reaktion ist kontrolliert und
    • von kurzer Dauer
    • Das Gefühl wird auf die richtige Art und Weise zum Ausdruck gebracht ("Wir haben da eine Situation, die wir besprechen sollten.")

 

Der falsche Umgang mit unangenehmen Gefühlen

Wir gehen falsch mit unangenehmen Gefühlen um,

(1) wenn sie uns plötzlich übermannen und wir sie völlig unkontrolliert aus uns herauslassen.

(2) wenn wir sie verdrängen und gar nicht aus uns herauslassen.

Das sieht dann so aus:

(1) Wie aus dem Nichts nehmen wir die Sache in die Hand (Faust); d.h. wir haben keine Sekunde nachgedacht, was hier gerade los ist, unser Puls ist auf 200, unser Gesichtsausdruck grimmig: 

Das Gefühl bricht völlig unkontrolliert aus uns heraus,

  • also: sehr schnell, häufig, intensiv, destruktiv, feindselig, aggressiv
  • In diesem Zustand tun wir etwas
    • Unangemessenes
    • höchst Emotionales
    • völlig Übermäßiges
    • dauerhaft
    • oder bringen es unangemessen zum Ausdruck (Z.B. "Du blöder Volltrottel!")

(2) Wir stehen / sitzen da und tun NICHTS, GAR NICHTS. Wir lassen das Gefühl nicht aus uns heraus, fressen es in uns hinein. Wir artikulieren es nicht und fühlen, wie es innerlich weiter lodert. 

 

The big 5:

Die Liste unangenehmer Gefühle ist lang. Wir wollen uns auch hier auf das Wesentliche konzentrieren. Es gibt einen Kern von unangenehmen Gefühlen, auf die wir im Alltag häufig treffen und genau diese wollen wir uns näher ansehen.

Das Ziel ist es, mit diesen big 5 besser umgehen zu können. Diese big 5 sind:

  • Stress
  • Ärger
  • Frust
  • Nervosität
  • Angst

 

Stress

Irgendeine Situation hat Stress in dir erzeugt ... um genau zu sein: Irgendeine Situation hat Gedanken in dir erzeugt, die dich stressen. Gehe jetzt wieder zurück, bis zu der bekannten Abzweigung und denke das noch einmal durch, diesmal ganz konstruktiv:

  • So, jetzt atme ein paar Mal tief durch und beruhige dich. Zähle langsam nach unten: 5 – 4 - 3 - 2 - 1 - 0
  • Denke jetzt ganz klar:
    • Worum geht es hier? Wie ist die Situation?
  • Was genau stresst mich hier eigentlich? 
  • Ist diese Sache so wichtig?
  • Ist meine Reaktion darauf angemessen?
  • Unterliege ich hier vielleicht einem klassischen Denkfehler?
  • Wie kann ich besser mit dieser Sache umgehen?
    • kontrolliert
    • angemessen (ausgewogenes Verhältnis zwischen der Wichtigkeit dieser Sache und dem Aufregungsgrad meiner Reaktion)
    • lösungsorientiert
  • Wie kann ich die Dinge besser organisieren?

 

Ärger

Irgendeine Situation hat Ärger in dir erzeugt ... um genau zu sein: Irgendeine Situation hat Gedanken in dir erzeugt, die dich ärgern. Gehe jetzt wieder zurück, bis zu der bekannten Abzweigung und denke das noch einmal durch, diesmal ganz konstruktiv:

  • So, jetzt atme ein paar Mal tief durch und beruhige dich. Zähle langsam nach unten: 5 - 4 -  3 -  2 -  1 -  0
  • Denke jetzt ganz klar:
    • Worum geht es hier? Wie ist die Situation?
  • Worüber genau rege ich mich hier eigentlich auf?
  • Ist diese Sache so wichtig?
  • Ist meine Reaktion darauf angemessen?
  • Wie kann ich besser mit dieser Sache umgehen?
    • kontrolliert
    • angemessen (ausgewogenes Verhältnis zwischen der Wichtigkeit dieser Sache und dem Aufregungsgrad meiner Reaktion)
    • lösungsorientiert
  • Was kann ich tun, damit ich gar nicht erst in diese Situation komme?
  • Ist das eine Sache, die ich besser akzeptieren sollte (weil ich sie gar nicht beeinflussen kann)?
  • Wie kann ich dieses unangenehme Gefühl zeitnah und konstruktiv verarbeiten? Welches Tool könnte hier passen?

 

Frust

Frust entsteht, wenn wir mit einem bestimmten Aspekt unseres Lebens über einen längeren Zeitraum unzufrieden sind. Etwas, das von Bedeutung ist, passt nicht. Hier stehen nicht die einzelnen Gedanken im Vordergrund, sondern die teilweise verfahrene Situation, in der wir uns befinden. Wir sind weit weg von der Abzweigung, an der wir vor längerer Zeit abgebogen sind. Vielleicht gab es gute Gründe für die Wahl dieses Weges, vielleicht hatten wir nur wenig Einfluss darauf; die Dinge haben sich einfach so entwickelt. Egal, wir wollen konstruktiv nach vorne blicken:

Wir empfehlen dir hier folgende Tools*:

  1. Die systematische "Entstörung" im Register COACHING I AKZEPTANZ für den kleineren Frust.
  2. Den Problemlösungsprozess im Register COACHING I LÖSUNG für den größeren Frust.
  3. Das lösungsorientierte Gespräch. Nach Einsatz der vorgenannten Tools bist du gut auf dieses Gespräch vorbereitet. Die Dinge sollten schon weitgehend klar sein. So kannst du mehr aus diesem Gespräch machen. Mehr dazu im Register COACHING I STIMMUNG I LÖSUNGSORIENTIERTES GESPRÄCH.
  4. Du kannst aber auch den Einsatz des einen oder anderen konstruktiven Tools im Register COACHING I STIMMUNG in Erwägung ziehen.

* CALMMANDER enthält die o.a. Tools. Leser des Blogs werden auf die jeweiligen Blog-Beiträge verwiesen. Diese sind: Akzeptanz, Lösung und Stimmung. Diese Beiträge werden in den nächsten Wochen in den Blog aufgenommen.

 

Nervosität

Irgendeine Situation hat Nervosität in dir erzeugt, wahrscheinlich stehst du kurz vor einem wichtigen Ereignis. Konstruktive Gedanken können dir helfen kontrolliert mit dieser Situation umzugehen. Du willst dich jetzt mit deinen Gedanken unterstützen, dir gut zureden, wie ein guter Freund das tun würde. Vor allem willst du jetzt deine Aufregung in den Griff bekommen:

  • So, jetzt atme ein paar Mal tief durch und beruhige dich. Zähle langsam nach unten: 5 - 4 -  3 -  2 -  1 -  0
  • Atme schön langsam aus, immer durch den Bauch. Konzentriere dich auf deine Ausatmung.
  • Entspanne dich, mach dich locker. Vor allem dein Gesicht, den Nacken und die Schultern.
  • Nervosität vor solchen Ereignissen ist ganz normal. Den meisten Menschen geht es genauso. Du bist dadurch bereit für diese Aufgabe.
  • Konzentriere dich auf den Einstieg, die ersten zwei Minuten. Wenn du das geschafft hast, wird alles viel leichter.
  • Konzentriere dich dann auf die wichtigsten Punkte. Die wollen wir sauber abarbeiten.
  • Atme tief und gleichmäßig.
  • So, jetzt reiß dich zusammen. Das wird schon!

 

Angst

Irgendeine Situation erzeugt Angst in dir, wahrscheinlich stehst du kurz vor einem wichtigen oder unangenehmen Ereignis. Konstruktive Gedanken können dir helfen kontrolliert mit dieser Situation umzugehen. Du willst dich jetzt mit deinen Gedanken unterstützen, dir gut zureden, wie ein guter Freund das tun würde:

  • So, jetzt atme ein paar Mal tief durch und beruhige dich. Zähle langsam nach unten: 5 - 4 -  3 -  2 -  1 -  0
  • Atme schön langsam aus, immer durch den Bauch. Konzentriere dich auf deine Ausatmung.
  • Entspanne dich, mach dich locker. Vor allem dein Gesicht, den Nacken und die Schultern.
  • Mag schon sein, dass das wichtig / unangenehm ist, aber du wirst das überleben. 
  • Du bist schon öfter vor schwierigen Aufgaben gestanden und hast das ganz gut hinter dich gebracht. 
  • Eine gewisse Aufregung vor solchen Dingen ist ganz normal.
  • Du schaffst das. Kopf hoch!

 

WICHTIG: Bereite dich gut auf diese Sache vor (je wichtiger die Sache ist, desto besser solltest du dich vorbereiten):

  • Stell dir die Situation vor, ganz genau. Wie ist das? Was erwartet dich?
  • Konzentriere dich auf den Einstieg, die ersten zwei Minuten. Wenn du das geschafft hast, wird alles viel leichter.
  • Gehe die Situation, den Ablauf und deinen Einstieg in Gedanken immer wieder durch. Wiederhole das, übe es laut und lebendig, wie ein Schauspieler. Übe das so oft, bis es sitzt. Du wirst richtig gut vorbereitet sein.
  • Konzentriere dich dann auf die wichtigsten Punkte. Die wollen wir sauber abarbeiten.
  • Rock it!

 

CALMMANDER enthält zu diesem wichtigen Thema eine sog. Map. Eine Map ist ein interaktives Bild, das den gesamten Inhalt der Coaching-Einheit strukturiert darstellt. Mit Hilfe der Map kann das Thema ganz einfach wiederholt werden bzw. können bestimmte Inhalte ganz gezielt aufgerufen werden. Die Map ermöglicht es dir, das Thema ganz rasch zu verinnerlichen.

 

Wir sind unseren Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert und können positiven Einfluss auf sie nehmen. Dazu brauchen wir nur ein wenig Know How, etwas Achtsamkeit und den einen oder anderen konstruktiven Gedanken.

 

MAY THE CALMMANDER BE WITH YOU

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