CALMMANDER


Einstellung



Mit welcher Einstellung gehen wir an die Dinge heran? Welche Grundhaltung nehmen wir ein?

Wie stehen wir zu:

  • Uns selbst?
  • Anderen?
  • Unseren Ressourcen?
  • Unserer Zukunft?
  • Unseren Aufgaben?

 

Unsere Einstellung hat maßgeblichen Einfluss auf unser Leben. Wir sollten uns dessen bewusst sein, vielleicht ein wenig an ihr arbeiten. 

 

Über unsere Einstellung:

Unsere Einstellung ist die Grundhaltung, mit der wir an eine Sache herangehen; es geht hier um Gedanken, Vorstellungen, Erwartungen, bestimmte Annahmen, die wir in uns tragen, wenn wir mit einer bestimmten Sache konfrontiert sind.

Diese Einstellungen beeinflussen unser tägliches Handeln. Es gilt als erwiesen, dass Einstellungen einen Verwirklichungsdrang entwickeln. D.h. eine Einstellung neigt dazu, sich in der Realität zu manifestieren. Bekannt ist dieses Phänomen als self-fulfilling prophecy.

Es ist daher wichtig, dass wir zu wesentlichen Themen des Lebens die richtige Einstellung finden. Und zwar: Diejenige, die uns im täglichen Leben weiterhilft. Diejenige, die uns unterstützt. Diejenige, die wir real werden lassen wollen.

 

Drei Arten von Einstellungen:

Im Grunde können wir drei Arten von Einstellungen einnehmen:

  1. Eine positive
  2. Eine neutrale
  3. Eine negative

Diese Einstellungen prägen maßgeblich unser Denken, unsere Wahrnehmung und unser Verhalten.

Mit der richtigen Einstellung können wir vieles leichter erreichen und entwickeln. 

Mit der falschen Einstellung werden wir vieles nicht erreichen; sie wirkt wie eine angezogene Bremse, die uns aufhält. 

Wir wollen uns das ein wenig genauer ansehen:

 

1. Positive Einstellung

Eine positive Grundhaltung ist geprägt von einer grundsätzlichen Zustimmung, einem innerlichen "Ja".

  • Wir wenden uns der Sache zu und sind innerlich konstruktiv.
  • Wir wollen uns damit auseinandersetzen.
  • Die Sache ist gut, jedenfalls o.k.
  • Vielleicht empfinden wir eine gewisse Freude.

Typische Gedanken:

  • Das ist eine gute Sache.
  • Ich finde das gut.
  • Ich finde das o.k.
  • Ja, ich will das machen.
  • Ich mache das gerne.

 Positive Einstellung

 

2. Neutrale Einstellung

Eine neutrale Grundhaltung ist geprägt von einer grundsätzlichen Offenheit, einem innerlichen "mal sehen".

  • Wir sehen die Sache wertfrei und sind innerlich unvoreingenommen.
  • Wir geben der Sache eine Chance.
  • Die Sache macht vielleicht irgendwie Sinn.
  • Vielleicht empfinden wir ein gewisses Interesse.

Typische Gedanken:

  • Mal sehen. Das könnte interessant sein.
  • Diese Sache könnte irgendwie Sinn machen.
  • Ich bin da ganz offen und neutral.
  • Ich finde das im Grunde o.k.
  • Ich gebe dem jetzt eine Chance.

 Neutrale Einstellung

 

3. Negative Einstellung

Eine negative Grundhaltung ist geprägt von einer grundsätzlichen Verweigerung, einem innerlichen "Nein!".

  • Wir wenden uns von der Sache ab, sind innerlich destruktiv.
  • Wenn wir uns mit der Sache befassen, empfinden wir einen gewissen Zwang, wir haben das Gefühl uns damit auseinandersetzen zu müssen.
  • Die Sache ist ein Problem und/oder Ärgernis, jedenfalls nicht o.k.
  • Wir empfinden so etwas wie Abneigung.

 Typische Gedanken:

  • So ein Mist!
  • Das interessiert mich gar nicht.
  • Ich muss das (leider) tun.
  • Nicht schon wieder.
  • Sicher nicht.
  • Ich halte das nicht aus (Klassischer Denkfehler).

Negative Einstellung

 

Mögliche konstruktive Gedanken zur Überwindung einer negativen Einstellung:

  • Okay, nicht so toll, aber wir wollen dem jetzt eine Chance geben.
  • Sicher nicht meine große Leidenschaft, aber ich bemühe mich jetzt um eine konstruktive Grundhaltung.
  • Wenn das jetzt ein Problem ist, dann werde ich es lösen.
  • Gerade bei den unangenehmen Dingen freut man sich besonders, wenn man sie erledigt hat.
  • Ich bringe das jetzt ganz ruhig hinter mich.
  • Nicht meine Lieblingsthema, aber ich kann damit umgehen.

 

Das ist jetzt wichtig:

Immer, wenn du etwas erreichen willst oder etwas tun sollst, wird dich eine negative Einstellung nicht weiterbringen. Sieh dir das vorige Bild noch einmal an. Hier kämpfst du nur gegen Hindernisse, nichts unterstützt dich. Du selbst machst dir die Sache schwer. Du benötigst so viel mehr Energie, als mit einer positiven oder neutralen Einstellung.

Reine Verschwendung deiner Ressourcen. Mache dir das Leben nicht (selbst) so schwer. Stelle dich anders ein.

Und ja, wir alle sind auch mit unangenehmen Aufgaben und Pflichten konfrontiert, die wir nicht so gerne tun. Wir können uns aber selbst unterstützen, indem wir mit einer positiven oder neutralen Einstellung an die Sache herangehen.

 

Zentrale Einstellungen:

Nachstehend findest du einige wichtige Informationen zu zentralen Einstellungen (= Themen des Lebens). Neben diesen Informationen findest du einige Ideen und Leitgedanken, die dir helfen können, deine Einstellungen in die richtige Richtung zu justieren.

Gehe die Themen kurz durch. Bemühe dich, eine möglichst positive Einstellung zu finden.

Du kannst diese Informationen und Leitgedanken jederzeit abrufen, wiederholen, verinnerlichen und so einen wichtigen Beitrag zu deiner Zufriedenheit leisten.

 

Zu mir selbst

Wenn du zufrieden sein willst, solltest du eine positive Einstellung zu dir selbst haben. Wie kann man sich das vorstellen? Woraus besteht eine solche positive Einstellung? Nun, die nachfolgenden Dinge sollten jedenfalls dabei sein:

  • Dich selbst bejahen, dich annehmen, so wie du bist, mit allen Bestandteilen deiner Persönlichkeit. Einfach zu dir stehen: "Ich bin o.k."
  • Einen liebevollen Umgang mit dir selbst pflegen; dir selbst mit Respekt und Wertschätzung begegnen.
  • Die ganz bewusste Würdigung der eigenen Fähigkeiten, Erfolge und Entwicklungen.
    • Im Alltag geht man oft zu schnell darüber hinweg oder verharrt bei Fehlern und Unzulänglichkeiten. Also, was ist gut gelaufen, was ist dir gelungen?
  • Etwas Positives in den eigenen Schwächen sehen.
    • Du bist von Natur aus ein wenig ängstlich, vorsichtig, eher zögerlich? Okay, du überlegst dir die Dinge genau. 
    • Du bist ungeduldig, manchmal lästig und nervend? Okay, du willst etwas voran bekommen.
    • Deine Nase ist zu groß, deine Zähne stehen ein wenig vor ... Okay, ein Markenzeichen, etwas ganz Besonderes, das nicht jeder hat. Stehe dazu und bewerte es nicht über.
    • Gehe mit Selbstironie an deine Schwächen heran. Du nimmst sie dann nicht so ernst und Andere bewundern die Art, wie du mit deinen Schwächen umgehst.
  • Dir selbst in schwierigen Zeiten Mut zusprechen, dich unterstützen.
    • Statt dich und deine Fähigkeiten abwerten.
  • Auf dich selbst achten, dich pflegen.

 

Zu anderen

Wenn wir einige von den Dingen, die wir uns selbst entgegenbringen sollten (vgl. dazu oben), auch anderen entgegenbringen, dann sind wir am richtigen Weg. Hier noch einmal die Kurzfassung:

  • Den anderen einfach so annehmen, wie er ist; mit all seinen Stärken und Schwächen. "Du bist o.k."
  • Dem anderen mit Respekt und Wertschätzung begegnen.
  • Die Fähigkeiten, Erfolge und Entwicklungen des anderen bewusst anerkennen; ihn nicht abwerten.
  • Die Schwächen des anderen nicht zu streng sehen. Sie sind (nur) ein Teil seiner Persönlichkeit.
  • Dem anderen in schwierigen Zeiten Mut zusprechen, ihn unterstützen. 

 

Zu meinen Ressourcen

Dir stehen im Wesentlichen drei Hauptressourcen zur Verfügung:

  • Aufmerksamkeit
  • Zeit
  • Energie

Alle drei stehen dir nur begrenzt zur Verfügung, sie sind knapp.

Uns ist hier folgendes wichtig:

  1. Erkenne den hohen Stellenwert deiner Ressourcen: sie sind ein wertvolles Gut.
  2. Deine Ressourcen sind knapp. Weil das so ist, musst du mit ihnen haushalten, sie ökonomisch einsetzen.
  3. Ökonomisch einsetzen heißt:
    • dort, wo es wichtig ist (Konzentration auf das Wesentliche)
    • dort, wo du etwas weiterbringst (wo du Einfluss hast)
    • tue immer nur eine Sache
    • tue immer eines nach dem anderen; d.h. schließe eine Sache ab, bevor du mit einer anderen beginnst.
  4. Achte auf das Ergebnis deines Ressourceneinsatzes: Strebe gute Qualität an. Setze deine Ressourcen voll ein; tue das, was du tust mit Einsatz.
  5. Strebe nach möglichst großer Selbstbestimmung über deine Ressourcen (-verteilung):
    • Sage Nein, wenn du keine Ressourcen hast.
    • Verhandle über die Fremdnutzung deiner Ressourcen.

 

Nein sagen / Formulierungen:

  • Ich habe dafür derzeit keine Ressourcen.
  • Sorry, ich kann zurzeit nicht, weil ich voll in dem Projekt XY eingeteilt bin.
  • Ich habe hier eine wichtige Aufgabe zu erledigen. Gerne später.
  • Das geht jetzt leider nicht, weil ...
  • ... ich bereits voll verplant bin; mit allesamt zeitkritischen Aufgaben.
  • ... ich für den Chef an einem Spezialprojekt arbeite.
  • ... meine Kapazitäten gerade voll ausgelastet sind. 
  • ... meine Agenda bereits voll ist.

 

Merke dir hier bitte noch eines:

Menschen akzeptieren ein Nein viel leichter, wenn es begründet wird. 

  • Ein plumpes "Nein, geht nicht." ist schwer zu akzeptieren. 
  • Ein "Sorry, ich kann jetzt nicht, weil ich in dem Projekt XY voll eingespannt bin." ist viel leichter zu akzeptieren.

Also, habe immer zwei, drei schöne Antworten parat, wenn andere über deine Ressourcen verfügen wollen.

 

Verhandeln / Formulierungen:

  • Wann genau soll das erledigt sein?
  • Realistisch gesehen, kann ich das bis ... gut erledigen.
  • Wenn wir das ordentlich machen wollen, sollten wir realistisch planen.
  • Kann ich das oder bestimmte Teile davon delegieren?
  • Welche Aufgabe kann ich dafür nach hinten verschieben?
  • Wer, statt mir, könnte das übernehmen?
  • Wieso ist das so zeitkritisch?
  • Welcher Kollege hat zurzeit mehr freie Ressourcen?
  • Ich kann das frühestens in X Wochen angehen.

 

Merke dir hier bitte noch eines:

Wir können nicht zu allen Anfragen, die unsere Ressourcen beanspruchen wollen, nein sagen. Das käme im Extrem einer Verweigerung gleich. So kann Arbeit in Projekten und Teams nicht funktionieren. Z.T. sind die Dinge auch nicht planbar und passieren kurzfristig.

Die entscheidende Frage ist aber die: Inwieweit lasse ich einen Eingriff in meine Selbstbestimmung zu? Lasse ich mir Aufgabenumfang und Fälligkeitstermine einfach so aufzwingen oder halte ich meine Selbstbestimmung entgegen? Wenn wir gut organisiert sind, haben wir eine ausgewogene Agenda, die alles berücksichtigt, was uns wichtig ist. Wenn nun jemand diese Agenda kurzfristig über den Haufen schmeißen will, sollten wir das nicht ohne Weiteres hinnehmen. Wir sollten ein gutes Ergebnis verhandeln, sodass der Eingriff in unsere Selbstbestimmung verträglich ist. 

 

Zu Herausforderungen

Das Leben hält für jeden von uns Herausforderungen bereit: Dinge, die uns wirklich nicht leichtfallen, die uns fordern, die außerhalb unserer Komfortzone liegen.

Wie gehst du damit um? Worauf richtest du deinen Blick, deine Aufmerksamkeit? Lässt du dich eher von Sorgen und Angst leiten oder von Zuversicht und Mut?

Der ängstliche Blick auf die Herausforderung. Du denkst:

  • Welche Probleme sind mit dieser Sache verbunden?
  • Welche Konsequenzen folgen, wenn ich das nicht schaffe?
  • An deine Unerfahrenheit in dieser Sache?

Der mutige Blick auf die Herausforderung. Du denkst,

  • was dich an dieser Sache reizt.
  • was der Lohn dafür ist, wenn du das schaffst.
  • wie viele Probleme du schon gelöst hast.

Es geht nicht darum, immer mutig zu sein, immer stark und selbstsicher. Es geht darum, uns von unserer Angst nicht besiegen zu lassen. Wir entwickeln uns gerade da weiter, wo es schwierig ist.

 

Zur Zukunft

Was erwartest du von der Zukunft? Was sind deine Gedanken, deine Annahmen? Wie siehst du die Zukunft, worauf blickst du? Wie willst du den Rest deines Lebens gestalten?

Negativ:

  • Probleme
  • das Fehlen
  • das Scheitern
  • das, was dich stört
  • Hindernisse
  • reaktiv (die Dinge passieren, ich kann nichts tun, ich schaue zu) 

Positiv:

  • Lösungen
  • das Haben
  • das Erreichen (Erfolg)
  • das, was dich freut
  • Möglichkeiten
  • proaktiv (ich gestalte die Dinge durch mein Tun; planvoll und zielgerichtet)

 

Nun überlege kurz:

  • Mit welcher Einstellung wirst du mehr erreichen?
  • Mit welcher Einstellung wirst du zufriedener sein?
  • Mit welcher Einstellung wirst du mehr Freude in deinem Leben empfinden?

 

Noch einmal: Unsere Einstellungen entwickeln einen Verwirklichungsdrang. D.h. eine Einstellung neigt dazu, sich in der Realität zu manifestieren; sie wird real. Entscheide dich, für eine positive Zukunft.

 

MAY THE CALMMANDER BE WITH YOU

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